NikonClub-Abendradtour

Ein grandioses Erlebnis zum Ende der NikonClub-Abendradtour

Das Wetter spielte mit bei der ersten fotografischen Erkundungstour in diesem Corona-Jahr durch das nördliche Ruhrgebiet. Bei drei vorhergehenden Fahrten hatte ich die Radtour und die Abschluss-Überraschung genau geplant. Wir (Wolfram, Andrè, Manuela und ich) starteten am 3. Juli um 20 Uhr in Gelsenkirchen-Horst. Hier steht seit 14 Tagen die erste Lenin-Statue auf „westdeutscher Seite“, für uns kein Grund, sich da lange aufzuhalten. Schöner dagegen der nächste Aussichtspunkt, das Gelände der früheren Bundesgartenschau in Gelsenkirchen im Bereich  der ehemaligen Zeche „Nordstern“. Hier stand bis zum letzten Weltkrieg (Bombenvolltreffer) der „größte Gasbehälter der Welt!“

Auf dem hohen (geschlossenen) Förderturm von Schacht II steht heute eine übergroße  Herkules-Figur. Fotografisch reizvoller dagegen das Amphitheater (eine Musikbühne am Rhein-Herne-Kanal). Hier sollten in diesem Jahr die Beach Boys spielen (gibt es die immer noch?). Durch Corona auf Juni 2021 verschoben.

Dann weiter in Richtung Essen-Karnap, vorbei an vielen Auto-Gebrauchthändlern. Dann folgte Bottrop-Welheim, hier nahmen wir teilweise völlig zugewachsene „Schleichwege“ (siehe Foto im Anhang) und beschauten uns eine noch aktive Kokerei (das Foto zeigt das Werksgelände bei der Vortour am vergangenen Donnerstag).

Kokerei Bottrop
„Schleichweg“

Durch einen kaum bekannten und einsamen Wald ging es weiter in Richtung „Malakowturm“ aus dem Jahr 1875 der Zeche Prosper Schacht II. Es ist das einzige Bauwerk dieser Art mit einem nachträglich eingearbeiteten Fördergerüst. Heute befindet sich im

Eingangsbereich das „Grusellabyrinth“, dort entstand auch das Erinnerungsfoto von der NCD-Radtour.

Dann weiter durch alte Bergarbeiter-Kolonien zum Tetraeder, formal eine dreiseitige Pyramide. Ein schöner und vor allem am Wochende sehr beliebter Aussichtspunkt (120 Meter hoch)  – so auch am Freitagabend. Der Aufstieg auf die Halde mit den E-Bikes ist immer noch sehr anstrengend, André Rogalla hielt aber mit seinem kleinen Birdy-Rad (ohne Antriebsmotor) sehr gut mit! 

Dann die Überraschung: Um 23 Uhr erschien unser Überraschungsgast, ein Lichtkünstler aus Bottrop (Incendium23), der vor dem Tetraeder für uns einige „Bilder“ inszenierte und dann – wir konnten es kaum glauben – tauchte auch das von ihm geschickt gestaltete „alte“ Nikon-Emblem auf, dazu  sogar der Schriftzug „NikonClub Deutschland e.V.“ Wir und die vielen Besucher auf der windigen Fläche waren sprachlos – siehe auch die mit Stativunterstützung belichteten Bilder.

Den „Lichtartisten“ engagierten wir gleich für unser Fototreffen am 28. März 2021 in der Stadthalle. Vielleicht schafft er im nächsten Jahr mit seiner Lichtkunst das Abbild einer F2, das würde zum Jubiläum „50 Jahre Nikon F2“ gut passen! Die Rückfahrt erfolgte um Mitternacht. Eine wunderschöne Radtour, zur Nachahmung empfohlen. Als nächstes NCD-Radtour-Ereignis ist „Industriefotografie in Oberhausen und Duisburg“ in der Planung!

Peter Braczko